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Ratgeber Schädelhirntrauma

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Schädelhirntrauma
Entstehung eines Schädelhirntraumas

Ein Schädelhirntrauma entsteht durch Einwirkung äußerlicher Gewalt. Durch Stöße – zum Beispiel bei Unfällen bei der Arbeit, im Haushalt oder im Verkehr – oder Schläge wird das Gehirn innerhalb des Schädels an die Schädelwand gestoßen. Dadurch können Prellungen, Schädigungen der Nerven oder auch Blutungen entstehen, die wiederum Hämatome hervorrufen können.

Durch Blutungen der Hirngefäße – subdurale Blutungen genannt – kann der Schädelinnendruck steigen. Die sich ausdehnende Blutung drückt auf das Gehirn, da durch die Schädelwand keine Möglichkeit zur Ausdehnung besteht. Durch ein solches Hämatom kann auch die Versorgung des Gehirns beeinträchtigt werden, wenn beispielsweise der Bluterguss auf Blutgefäße drückt.

Entstehung eines Schädelhirntraumas

Eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung eines Schädelhirntraumas sind Unfälle, insbesondere Arbeits- oder Verkehrsunfälle sowie Stürze bei Menschen ab dem 70. Lebensjahr. Durch einen Stoß oder Schlag auf die Schädelkapsel wird das Hirn im Gehirnwasser zuerst mit der Impulsrichtung und anschließend gegen die Impulsrichtung an die Innenseite der Schädelstrukturen gestoßen und verletzt. Diese Ursachen können zur Entstehung eines Schädelhirntraumas unterschiedlichen Grades führen. Die Art eines Schädelhirntraumas kann von einer Gehirnerschütterung, einer Hirnprellung bis zu Hirnblutungen und Nervenschädigungen im Gehirn mit bleibenden Schäden reichen. Die Verletzungen bei einem Schädelhirntrauma sind meist im Schläfenlappen und der Unterseite des Stirnhirns festzustellen.

Subdurale Blutungen beim Schädelhirntrauma

Bei einer Verletzung des Schädel, aus der die Entstehung eines Schädelhirntraumas folgt, können Blutgefäße beschädigt werden. Auf diese Weise entstehen Blutungen unterhalb der Schädeldecke, die auch als subdurale Blutungen bezeichnet werden. In der Computertomografie sind sie meist als konkave Form im Gehirn erkennbar. Diese Blutungen können zu einem Hämatom (Bluterguss) führen, das ca. zwei Wochen nach dem Stoßimpuls entsteht. Die Folge ist ein ansteigender Druck im Schädel, der das Gehirn stark beeinträchtigt. Daher muss das subdurale Hämatom meist durch eine Öffnung der Schädeldecke entfernt oder entlastet werden.

Gerade das fortgeschrittene Alter eines Patienten sowie die mangelnde Gerinnung des Blutes (zum Beispiel durch eine Schädigung der Leber z. B. durch die Einnahme von Medikamenten) sind zwar nicht Ursachen eines Hämatoms, doch begünstigen sie seine Entstehung im Kopf. Zudem kommt es bei älteren Menschen aufgrund des Volumenanstiegs des Hämatoms zu einer Verringerung des Hirnvolumens. Der Blutfluss über die sogenannten Brückenvenen kann dadurch behindert werden. Diese Venen sind lebenswichtig, da sie die Venen auf der Oberfläche des menschlichen Gehirns mit Blut versorgen.

Ein subdurales Hämatom kann den Blutfluss über jene Brückenvenen teilweise blockieren und zum Schädelhirntrauma beitragen. Diverse Hirnregionen erhalten zu wenig Sauerstoff und können absterben. Zudem erzeugt der Blutausfluss einen zunehmenden Druck im Gehirn, der zu weiteren Blutungen der empfindlichen Gehirnmasse führen kann.

Der Contre-Coup-Effekt beim Schädelhirntrauma

Ein bekannter Mechanismus bei einem Schädelhirntrauma ersten oder zweiten Grades ist der sogenannte Contre-Coup-Effekt. Bei der Impulseinwirkung auf den Schädel durch einen Stoß oder Schlag entsteht auf der Seite des Aufpralls (Coup) ein Überdruck. Dadurch zerreißen die Gefäße im Gehirn und die Hirnsubstanz wird geschädigt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Aufprallstelle (Contre) entsteht durch den Druck an der primären Verletzungsseite ein Unterdruck, der Verletzungen gleicher Art und gleichen Ausmaßes verursacht.

Lutz Leukhardt

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Diagnose Schädelhirntrauma

Ein Schädelhirntrauma wird durch die Art der Verletzungen und das Ausmaß der neurologischen Beeinträchtigungen diagnostiziert und nach der Glasgow-Koma-Skala eingeordnet. Bei diagnostiziertem Schädelhirntrauma sollte die weitere beziehungsweise genauere Diagnose im Krankenhaus erfolgen.

Zur Diagnose wird untersucht, ob der Zustand des Bewusstseins und die Vitalfunktionen stabil sind. Es findet auch eine Überprüfung auf eventuelle Verletzungen statt. Auch die neurologischen Funktionen werden gründlich begutachtet. Zusätzlich zu einer Blutuntersuchung werden zur Diagnose eines Schädelhirntraumas neben anderen Methoden auch bildgebende Verfahren wie CT, MRT und Sonografie eingesetzt.

Bei einem Schädelhirntrauma ist es besonders wichtig, Betroffene innerhalb der ersten Stunde nach Eintritt des Traumas zu behandeln, bevor möglicherweise eine Verschlechterung des Zustandes eintritt.

Insbesondere bei Unfällen im Straßenverkehr sind Schädelhirntraumata eine häufige Folge. Oft wird eine Gehirnerschütterung, das heißt ein Schädelhirntrauma 1. Grades, verursacht, von welchem sich die Betroffenen zumeist gut erholen. Ein Schädelhirntrauma 3. Grades zieht vielfach Folgeschäden und Behinderungen nach sich, aber auch bei schwerem Trauma besteht die Möglichkeit einer vollständigen Genesung: bis zu 27 % werden nach erlittenem Schädelhirntrauma wieder gesund.

Ein Schädelhirntrauma ist eine Verletzung des Kopfes durch äußerliche Gewalteinwirkung, wobei der Schädelknochen und das Gehirn betroffen sind. Dadurch können Gehirnfunktionen beeinträchtigt werden. Das Schädelhirntrauma wird in drei Schweregrade unterschieden, welche zum einen durch die Art und das Ausmaß der Verletzung und zum anderen durch die Dimension der neurologischen Störungen definiert werden. Diese Einordnungen sind auf der Glasgow-Koma-Skala definiert und werden in Schädelhirntrauma 1., 2. und 3. Grades unterteilt.

Typische Anzeichen eines Schädelhirntraumas können unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen oder -trübungen, Austreten von Flüssigkeit aus Ohren und Nase etc. sein.