Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Schädelhirntrauma

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 

Die Einrichtung „Haus Seeblick Mölln“ ist spezialisiert auf die stationäre Pflege junger Leute mit Schädel-Hirn Traumata.

Das Alter der Bewohner liegt beim Einzug zwischen 18 und 55 Jahren. Es wohnen Menschen mit Multipler Sklerose, Schädel-Hirn-Traumata, Lähmungen und anderen schweren Erkrankungen in dem Pflegeheim. Die Einrichtung gehört der Bundesarbeitsgemeinschaft Phase F an und betreut die betroffenen Personen.

Das Haus Seeblick entstand 1991 in Mölln aus der Überlegung heraus, dass es für jüngere Menschen mit gravierenden (neuropsychologischen) Erkrankungen sehr schwer war, angemessen untergebracht und gepflegt zu werden. Oft war nur eine Unterbringung in Seniorenpflegeheimen möglich. In diesen Einrichtungen konnte man den jüngeren Betroffenen trotz aller Anstrengungen oft nicht gerecht werden. Dafür sind Lebensgewohnheiten und vor allem die Interessen oftmals zu unterschiedlich.

Aus diesem Grund wurde eine Pflege- und Therapieeinrichtung gegründet, die spezielle Pflege, Therapie und Förderung für jüngere Menschen mit neuropsychologischen Erkrankungen zum Ziel hatte. Die Hausbewohner sollen nicht nur als „krank“ betrachtet werden, sondern weiterhin in Würde, familiärer Atmosphäre, Selbstbestimmtheit und mit soviel Freude wie möglich leben können.

Das Haus Seeblick wurde 2002 komplett neu gebaut und liegt am Stadtrand von Mölln im schönen Kreis Herzogtum Lauenburg. Das Haus besticht vor allem durch seine helle, freundliche Atmosphäre. Selbstverständlich können sich im Haus Seeblick auch Rollstuhlfahrer eigenständig bewegen: Im Haus und Garten sind keinerlei Schwellen oder ähnliche Hindernisse zu finden. Stattdessen aber viele schön gestaltete Einzel- und Doppelzimmer, große Aufenthaltsräume, eine ganze Etage nur für Therapien und nicht zuletzt einen farbenfrohen Sinnesgarten mit Vogelvoliere und Kleintiergehege.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Einrichtung „Haus Seeblick Pflegeheim Mölln GmbH“.

16. Juli 2019
Das MS-Register sammelt nach vorherigem Einverständnis Patientendaten um die Therapie von MS-Patienten zu verbessern.
  
09. Juli 2019
Mithilfe des Programms "Psycho-Edukatives Training für Patienten mit Multipler Sklerose" soll Patienten die Krankheitsbewältigung einfacher gemacht werden.
  
02. Juli 2019
Bei MS kommt es zu körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen. Hilfsmittel können Betroffenen den Alltag erleichtern.
  
19. Juni 2019
Bewegung sollte ein wichtiger Bestandteil im Leben von MS-Patienten sein, da Sport positive Auswirkungen auf die Psyche und Beweglichkeit haben kann.
  
13. Juni 2019
Mit der Mobilisierungsserie „Die DMSG bewegt“ möchte die DMSG MS-Patienten dazu ermutigen, sich regelmäßig zu bewegen um die Mobilität zu fördern.
  

Ein Schädelhirntrauma entsteht durch Einwirkung äußerlicher Gewalt. Durch Stöße – zum Beispiel bei Unfällen bei der Arbeit, im Haushalt oder im Verkehr – oder Schläge wird das Gehirn innerhalb des Schädels an die Schädelwand gestoßen. Dadurch können Prellungen, Schädigungen der Nerven oder auch Blutungen entstehen, die wiederum Hämatome hervorrufen können.

Durch Blutungen der Hirngefäße – subdurale Blutungen genannt – kann der Schädelinnendruck steigen. Die sich ausdehnende Blutung drückt auf das Gehirn, da durch die Schädelwand keine Möglichkeit zur Ausdehnung besteht. Durch ein solches Hämatom kann auch die Versorgung des Gehirns beeinträchtigt werden, wenn beispielsweise der Bluterguss auf Blutgefäße drückt.

Ein Schädelhirntrauma ist eine Verletzung des Kopfes durch äußerliche Gewalteinwirkung, wobei der Schädelknochen und das Gehirn betroffen sind. Dadurch können Gehirnfunktionen beeinträchtigt werden. Das Schädelhirntrauma wird in drei Schweregrade unterschieden, welche zum einen durch die Art und das Ausmaß der Verletzung und zum anderen durch die Dimension der neurologischen Störungen definiert werden. Diese Einordnungen sind auf der Glasgow-Koma-Skala definiert und werden in Schädelhirntrauma 1., 2. und 3. Grades unterteilt.

Typische Anzeichen eines Schädelhirntraumas können unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen oder -trübungen, Austreten von Flüssigkeit aus Ohren und Nase etc. sein.

Therapie Schädelhirntrauma

Die Therapie wird auf den Schweregrad des Schädelhirntraumas und den Ort der Verletzung abgestimmt. Bei einer Gehirnerschütterung, einem leichten Schädelhirntrauma, können auftretende Beschwerden meist gut gelindert werden. Schmerzen in Kopf und Nacken, Schwindel oder Überempfindlichkeiten gegen Licht oder ähnliches werden beispielsweise durch Medikamente und Physiotherapie behandelt. Ein mittelschweres oder schweres Schädelhirntrauma erfordert eine intensivmedizinische Versorgung. Neben der möglicherweise notwendigen Unterstützung der Vitalfunktionen kann ein neurochirurgischer Eingriff erforderlich sein, um den Druck im Schädelinneren bei Vorliegen eines Hämatoms zu lindern. Dafür muss die Schädeldecke geöffnet und das Blut sowie die Blutergüsse entfernt werden.